Meine Geschichte mit dem Heuchelheimer Schneeapfel

Den Heuchelheimer Scheeapfel habe ich während einer Apfelausstellung im Dresdner Hygienemuseum im November 2007 kennengelernt. Diese Sorte war unter anderen zur Verkostung frei gegeben. Ich staunte vor allem über die dichte Zellstruktur. Da mich auch der Geschmack und das Aussehen sehr überzeugte, er ist süß bis mild säuerlich und aromatisch, mittelgroß und gelb, beschloss ich, diese Hessische Regionalsorte (Heuchelheim!) auf alle Fälle auch im meine Cannewitzer Sammlung aufzunehmen. Ich bestellte 3 Bäume in der Baumschule Baumgartner in Nöham (Niederbayern), von der ich in der ersten Zeit meines Sammlungsaufbaus sehr viele Apfelbäume in alten Sorten bezog.

Die Entdeckung dieses Apfels werde ich für immer mit Georg Schenk verbinden, den ich erstmals auf dieser Dresdner Ausstellung traf und der sie in Zusammenarbeit von Slowfood Deutschland organisiert hatte. Ich erfuhr später, dass er aus der Schweiz nach Dresden gekommen war, um alte Häuser in der Stadt zu sanieren und das er bald den unglaublichen Reichtum alter Obstsorten im Elbtal entdeckte. Daraufhin baute er eine Obstdestillerie auf, der er den Namen „Augustus Rex“ gab. Durch hervorragende Obstbranddestillate und sein Engagement für den Aufbau von Regionalgruppen von Slowfood im Raum Dresden machte er alte Obstsorten populär. Inzwischen bin ich durch ihn ebenfalls Unterstützer von Slowfood und bin ihm dankbar für die freundliche Begleitung meiner Projekte.

Die drei Heuchelheimer Schneeapfelbäume auf meinem Grundstück tragen seit einigen Jahren schon die ersten Früchte. Es ist wirklich ein toller Apfel, besonders für den Frischverzehr.

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