Apfelsorte Edelborsdorfer

Herkunft 1175 in Breslau

Plückreife Mitte Oktober

Genussreife November – März

Aussehen/ Geschmack klein  – mittelgroß, goldgelb, Sonnenseite rot, saftig, saftig und weinwürzig

Besonderheiten Der Borsdorfer Apfel ist eine Bezeichnung für verschiedene Kultur­apfel-Sorten. Der bekann­teste Vertreter ist der Edelbors­dorfer, der die älteste dokumen­tierte Kultur­ap­fel­sorte Deutsch­lands ist und schon Ende des 12. Jahrhun­derts erwähnt wurde. Weitere Bezeich­nungen sind u.a. Edler Winter­bors­dorfer, Borsdorfer Renette oder Marschansker. Die Namens­gebung ist nicht eindeutig geklärt. Die Edelreiser des Apfels kamen mit den Zister­zi­en­ser­mönchen aus Frank­reich. Diese gründeten im 12. Jahrhundert u.a. das Kloster Pforta (heute Sachsen-Anhalt)und das Kloster Altzella. Viele Quellen geben Pohrsdorf (heute zur Stadt Tharandt gehörig) an, da es nahe am Kloster Altzella lag und ab dem 13. Jahrhundert das Haupt­an­bau­gebiet dieses Apfels in Meißen war. Früher wurde es Borsdorf geschrieben und führt schon seit Jahrhun­derten einen Apfelbaum im Ortswappen. Andere Namens­geber für den Apfel sollen u.a. Porstendorf (bei Dornburg, Sachsen-Anhalt) oder Borsdorf (bei Leipzig) sein. Die Tradition des Borsdorfer Apfels wird in Pohrsdorf intensiv gepflegt. So wird regel­mäßig eine Apfel­kö­nigin gewählt und für jedes neuge­borene Kind wird ein Borsdorfer Apfelbaum gepflanzt.

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