Birnensorte Römische Schmalzbirne

Herkunft schon durch die Römer nach Germanien gelangt
Plückreife Ende August bis Anfang September
Genussreife September
Aussehen/ Geschmack/ Verwendung Das gelblichweiße Fruchtfleisch ist saftvoll, leicht körnig, zunächst etwas herb, in voller Reife von ausgeprägtem Zuckergeschmack. Die Römische Schmalzbirne reift ungleich. Sie ist für jede Verwendung geeignet.
Besonderheiten Gemäß frühen Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert soll diese Sorte bereits mit den Römern nach Germanien gelangt sein. Danach verbreiteten die Klöster und Grundherren die Birnensorte weiter. Diese Obstsorte verbreitet sich dank der guten Widerstandskraft weiter, als in Europa eine kleine Eiszeit einbrach. Da in dieser Zeit generell süße Früchte selten waren, verbreiteten sich die Birnen weiter.

„Melanchthonbirne“ wurde sie von Pfarrer Andreas Göch benannt, da Philipp Melanchthons sich nach einem Besuch in seiner Pegauer Pfarrei (bei Leipzig) sehr lobend über die Früchte äußerte den Söhnen des Pfarrers eine Ausbildung an der Fürstenschule in Grimma ermöglichte. Göch riet seinen Nachfolgern, den „Baum zu schonen und sein warten etc. um des lieben Herrn Präzeptoris [d.h. Melanchthon] willen“. Vor einigen Jahren wurde im Pegauer Pfarrgarten wieder eine Römische Schmalzbirne gepflanzt.

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den Birnen des Hans-Georg von Ribbeck aus dem Havelland ebenfalls um diese Birnensorte.

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